28. April 2026
LBA-Genehmigung Drohnenshow: Schritt-für-Schritt-Guide
So funktioniert die behördliche Anmeldung einer Drohnenshow in Deutschland — SORA-Risikoanalyse, Spezielle Kategorie EU 2019/947, Vorlaufzeiten.
Drohnenshows fallen in Deutschland unter die Spezielle Kategorie der EU-Verordnung 2019/947. Das ist ein vergleichsweise strenges Regelwerk — und ein Hauptgrund, warum seriöse Anbieter mit 6–8 Wochen Vorlauf arbeiten.
Was ist die „Spezielle Kategorie”?
Die EU-Drohnenverordnung kennt drei Kategorien: Offen (Hobby-Drohnen unter 25 kg, ohne Genehmigung), Spezielle Kategorie (kommerzielle Operationen mit erhöhtem Risiko, mit Genehmigung), und Zertifiziert (bemannte-flug-ähnliche Auflagen).
Drohnenshows mit mehreren synchronisierten Drohnen, Flügen über Menschenmengen oder bei Nacht liegen praktisch immer in der Speziellen Kategorie.
Die SORA-Risikoanalyse
SORA = Specific Operations Risk Assessment. Das ist ein methodisches Verfahren der EASA, mit dem das Risiko der geplanten Operation analysiert und auf Sicherheits-Maßnahmen heruntergebrochen wird. Die SORA-Analyse umfasst:
- Operations-Beschreibung (Was, wo, wann, mit wievielen Drohnen)
- Bodenrisiko-Klasse (Wie viele Menschen befinden sich unter dem Flugfeld?)
- Luftrisiko-Klasse (Welche andere Luftfahrt findet in der Nähe statt?)
- Spezifische Sicherheitsmaßnahmen (Geofence, E-Stop, redundante Funk)
Eine fertige SORA-Analyse hat typisch 30–80 Seiten.
Vorlaufzeit beim Luftfahrtbundesamt
- 4–6 Wochen für Standard-Operationen
- 8–12 Wochen für Großevents mit Flügen über Menschenmengen
- 6 Monate+ bei kompletter Erstgenehmigung neuer Drohnen-Typen
Welche Drohnenshows brauchen keine Genehmigung?
Praktisch keine. Selbst Indoor-Shows mit 30 Drohnen werden in der Speziellen Kategorie behandelt, da der menschliche Faktor (Publikum darunter) das Bodenrisiko erhöht. Nur einzelne Drohnen unter 25 kg in der Offenen Kategorie sind genehmigungsfrei — und das sind keine Shows.
Was AVIORA LIGHT für Sie übernimmt
Wir reichen die komplette SORA-Risikoanalyse beim LBA ein, koordinieren mit Polizei und Ordnungsamt, organisieren Nachtflugerlaubnis und liefern das fertige Sicherheitskonzept. Als Auftraggeber müssen Sie nichts unterschreiben außer dem Vertrag.
Mehr zur Genehmigung in Österreich (Austro Control) und der Schweiz (BAZL).